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Loveparade/Love Week 2004
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Chronologie der Maßnahmen für die Absage Loveparade 2004 in Berlin

31.10.2003: Loveparade - Schwierigkeiten bei der Finanzierung 2004: "Wir allein können die Veranstaltung nicht finanzieren", bedauert Fabian Lenz in der Berliner Zeitung. Ausserdem wird er zitiert: "Es ist unwahrscheinlich, dass die Love Parade ohne Mitwirkung der Messe Berlin oder anderen Sponsoren weitermachen kann", sagte Love-Parade-Chef Fabian Lenz dem KURIER."

26.01.2004: Erste Tunnel-Loveparade-Tickets zu erwerben: Der Tunnel beginnt schon früh mit dem Verkauf der Loveparade-Tickets, obwohl die Veranstaltung selber noch gar nicht bestätigt ist.

17.02.2004: Anmeldung für Floats (Wagen) läuft an

01.04.2004: Loveparade startet eigenen Online-Shop (http://www.loveparade-shop.com)

13.04.2004: Gerüchte und Meldungen sind im Umlauf, das die Loveparade 2004 eventuell nicht stattfinden wird (Spiegel.de: "Aus für Love Parade?").

14.04.2004: Pressemitteilung der Loveparade Berlin GmbH: Keine Loveparade Berlin 2004. Es fehlen 700.000 Euro für die Organisation der Party.

Unterschiedliche Aussagen der Beteiligten zur Absage: So Fabian Lenz (Berliner Zeitung 17.04.2004): " 'Monatelang heißt es, die 1,2 Millionen Euro für die Organisation sind unbedingt notwendig.' Nun, wo alles auf der Kippe stehe, spreche Regitz von Spielräumen." Ralf Regitz dazu: "Der Zug ist noch nicht abgefahren. Hinter den Kulissen wird viel geschwitzt und heftig gerungen."

14.04.2004: Gesellschafter Ralf Regitz erklärt im Inforadio, das es am 16.4.2004 noch ein Gespräch mit dem Senat von Berlin gibt. Er gibt die Loveparade 2004 noch nicht auf.

14.04.2004: Kay Neumann meldet als Privat eine Demonstration ("Mit Musik gegen den Ausverkauf der Musik") auf der Strasse des 17. Juni für den 10. Juli 2004 an. Auftraggeber für die Pressearbeit ist die Agentur "Machen & Tun".

15.04. bis 14.5.2004: Fieberhaftes Arbeiten hinter den Kulissen. Meetings und Absichtserklärungen zwischen Berliner Senat, evtl. neuen Sponsoren und der Loveparade Berlin GmbH geben dem Gerücht nachschub, die Loveparade könnte doch noch am 10.7.2004 stattfinden.

16.04.2004: Kritik der Berliner Grünen Abgeordneten Claudia Hämerling: Andere erfolgreiche Veranstaltungen wie der Berlin-Marathon kämen auch ohne Subventionen und nur mit Hilfe von Sponsoren aus. Dazu Fabian Lenz in der gleichen Ausgabe: "Das ist totaler Quatsch, wir haben 250 Firmen angesprochen. ... Viele kleine Sponsoren geben in der Summe nicht mehr." Bei einer größeren Zahl von Sponsoren sinke die Exklusivität und damit der Betrag (2004: 140.000 Euro pro exklusiv Sponsor) jedes einzelnen Sponsors. (Berliner Zeitung vom 16.04.2004)

Geprüft wurde auch der folgende Vorschlag: Man sollte die Loveparade zur Eröffnungsveranstaltung der Popkomm. machen (Martin Lindner, FDP). Fabian Lenz dazu: "Die Messe Berlin und die Popkomm. waren dagegen, weil sie nur eine Messe für Fachbesucher wollen." (Berliner Zeitung vom 16.04.2004)

17.04.2004 - Berliner Zeitung: " 'Rettet die Love Parade' ist eine Initiative von Gerd Nowakowski, Ressortleiter des Lokalteils beim Tagesspiegel. Warum er die Demonstration angemeldet hat, will Nowakowski lieber nicht sagen." Herr Nowakowski zog kurze Zeit später die Anmeldung zurück.

19.04.2004: Udo Lindenberg will die Loveparade in Hamburg. In diesen Tagen meldeten sich Städte wie Leipzig, Stuttgart und München zu Wort. Udo Lindenberg: "Das wär's. In Hamburg die Love-&-Peace-Parade mit Dialog und Dance aller Kulturren und Religionen. Klasse. (Berliner Zeitung vom 19.04.2004) München lies verlauten: "Aus touristischer Sicht sei die Parade zu begrüßen." Aus dem Etat des Fremdenverkehrsamtes seien jedoch keinerlei Mittel zu erwarten. Lediglich bei der Werbung könnte man helfen. (Berliner Zeitung vom 19.04.2004)

20.04.2004: Bei den Verhandlungen werde auch eine Umgestaltung der Parade in Betracht gezogen. "Es steht alles auf dem Prüfstand", sagt Ralf Regitz. Eine Party an der Siegessäule zu machen und sich etwa den Umzug mit Lastern zu sparen, hält Regitz aber für falsch: "Die Laster gehören zur Loveparade dazu." Fabian Lenz erklärte, dass die Wagen sowieso von den sich beteiligten Clubs und Firmen selbst bezahlt werden. (Berliner Zeitung vom 20.04.2004)

12.05.2004: Hanns Peter Nerger, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH: Bei einer Deckungslücke von 500.000 Euro wird es schwer, jetzt noch die Loveparade zu organisieren." Weiter sagt er: "Vielleicht ist ein Jahr Bedenkzeit gar nicht so schlecht. Das Ding muss schließlich ganz neu aufgebaut werden." Fabian Lenz im gleichen Artikel: "Man muss sich gut überlegen, ob man eine Loveparade mit weniger Besuchern und weniger Wagen will." (Berliner Zeitung vom 12.05.2004)

15.05.2004: Die Loveparade Berlin GmbH erklärt noch einmal: Es bleibt bei der Absage der Loveparade Berlin 2004! In einem Interview mit der Berliner Morgenpost am 15.05.2004 sagt Fabian Lenz: " Berliner Morgenpost: 'Lag es an mangelnder Kompromissbereitschaft, dass die Kosten nicht gesenkt werden konnten?' Fabian Lenz: 'Wir haben lange darüber diskutiert und auch andere Produktionsfirmen beauftragt, Vorschläge zu machen. Aber schießlich fehlte trotz des Sponsors noch eine Summer von mindestens 300.000 Euro. Das Problem sind die hohen Grundkosten für den Tiergarten, die sich nicht senken lassen.' Berliner Morgenpost: 'Was soll im kommenden Jahr anders werden?' Fabian Lenz: 'Wir werden in den nächsten Tagen weiter Gespräche mit Samsung führen, um die Firma als Kooperationspartner für das kommende Jahr zu erhalten. Außerdem brauchen wir ein neues Konzept, weil die Veranstaltung so nicht kostendeckend sein kann. Auch finanziell brauchen wir neue Wege. Wir denken über eine Beteiligung der Besucher nach, beispielsweise durch eine SMS-Aktion odr den Verkauf von kleinen Souvenirs.' "

Mitte Mai 2004: Veranstalter beschliessen, die Love Week als Übergreifendes Symbol für 10 Tage auferstehen zu lassen. Die Love Week soll den Besuchern, die eigentlich zur Loveparade wollten, eine Alternative zum Feiern bieten.

Ende. Loveparade 2004 findet nicht statt.


E-Mail:
loveparade@techno.de

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